Ping Pong Parkinson
Parkinson-WM vom 26.-30.9. in Hannover
In Deutschland sind mehr als 400.000 Menschen an Parkinson erkrankt, etwa 1.500 spielen regelmäßig Tischtennis, darunter auch der Komiker Markus-Maria Profitlich und der ehemalige TV-Moderator Frank Elstner, die ihre Parkinson-Erkrankung 2018 und 2019 öffentlich machten. Denn beim Tischtennisspielen entstehen neue Neurone, die Parkinson-Patienten, die unter dem Verlust von Nervenzellen leiden, weshalb sie sich fühlen, als seien ihre Beine am Boden festgeklebt, das fehlende Dopamin liefern.
Das psychische Wohlbefinden und das körperliche Aktivitätslevel verbesserten sich dem japanischen Wissenschaftler Kenichi Inoue zufolge messbar, und Tischtennis schärfe auch die Hand-Augen-Koordination und die Reflexe und stimuliere das Gehirn. Die Motorik werde signifikant verbessert, und auch auf die Sprache wirke Tischtennis sich positiv aus.
Dabei spielen nicht nur die Geselligkeit und die sportliche Aktivität eine Rolle, sondern auch der Wettkampf, der Martin Südmeyer zufolge, dem Leiter der Klinik für Neurologie in Potsdam, dafür sorgt, dass neue Schaltkreise im Gehirn entstehen, das Belohnungssystem getriggert wird und der Sport die soziale Interaktion fördert.
Dem kann der US-Amerikaner Nenad Bach, der Gründer der weltweiten PingPongParkinson-Vereine, nur zustimmen. In seiner Eröffnungsrede zu den German Open 2023 sagte er: „Mein Herz singt, wenn ich die vielen Spieler sehe, das ist eine Lawine.“

